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Station 12 von 12

Abendmahltisch

Augen auf. Ohren auf.

Der Audioguide zu dieser Station. Die Lesefassung steht darunter.

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Ein Jahr im Weinberg und im Keller

Das Jahr der Winzerinnen und Winzer lässt wenig Zeit zum Durchatmen. Jeder Arbeitsschritt beeinflusst, was später in der Flasche steckt: ein sorgfältig erzeugter Wein und ein Stück seiner Herkunft. Die Monate in diesem Überblick beschreiben einen typischen Ablauf; Wetter, Rebsorte und Ausbau können ihn verschieben.

Winter: schneiden und biegen

Im Januar und Februar werden die Rebstöcke zurückgeschnitten. Mit der Zahl der verbleibenden Augen wird auch der spätere Ertrag beeinflusst. Im Februar und März folgt das Biegen und Anbinden der verbliebenen Rute. Das unterstützt eine möglichst gleichmäßige Entwicklung der neuen Triebe.

Frühjahr: Triebe auswählen

Im April und Mai werden beim Ausbrechen überzählige junge Triebe entfernt. So lässt sich das Wachstum steuern und die Versorgung der späteren Trauben beeinflussen. Die Arbeit setzt die Qualitätsentscheidungen fort, die bereits beim Rebschnitt begonnen haben.

Sommer: heften und entblättern

Im Mai, Juni und Juli wachsen die Triebe bei warmen Temperaturen schnell. Beim Heften werden sie zwischen Drähten geordnet, damit sie aufrecht wachsen und die Rebzeile gut bearbeitet werden kann. Im August folgt je nach Bedarf das Entblättern. Es verbessert die Durchlüftung und beeinflusst, wie viel Sonne die Trauben erreicht.

Herbst: lesen und vergären

Im September und Oktober steht die Traubenlese im Mittelpunkt. Anschließend werden die Trauben im Keller verarbeitet; aus dem Most entsteht durch Gärung Wein. Wie sich die Erntetechnik entwickelt hat, erfahren Sie an der Station Alte Kelter.

Winter im Keller: Zeit für den jungen Wein

Im November, Dezember und Januar verlagert sich viel Arbeit in den Keller. Nach der Gärung werden die Fässer vollständig aufgefüllt. Der junge Wein erhält Zeit zur Reife und kann dabei auf der Hefe liegen bleiben.

Im Februar und März werden die Weine vor der Abfüllung abgestochen, also von der Hefe getrennt. Durch wiederholtes Probieren begleiten die Winzer ihre Entwicklung und geben ihnen den letzten Schliff. Schließlich werden die Weine abgefüllt und etikettiert. Währenddessen beginnt draußen der nächste Jahrgang – und der Kreislauf von Neuem.

Die Menschen hinter diesen Arbeitsschritten finden Sie im Winzerverzeichnis. Von dieser letzten Station führt der Rundweg zurück zum Startpunkt an der Kilianskirche.

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Wein vom Roten Hang e.V